FEUER UND FLAMME FÜR TREFFEN ZUM JAHRESSTART

Seelow (MOZ) Das trockene und etwas kühlere Wetter bildete am Wochenende den richtigen Rahmen für die Weihnachtsbaumfeuer, die in vielen Gemeinden der Region loderten. Die Besucher folgten der Einladung von Ortsfeuerwehren und Vereinen zum ersten Treffen im neuen Jahr zahlreich.

(Foto:Johann Müller)

Mit Schwung: In Podelzig ging es am Rande des Feuers sportlich zu. Klein und Groß waren zum Weihnachtsbaum-Weitwurf aufgerufen. Nancy Steffens (l.) schaffte stolze 7,09 Meter. © Johann Müller

 

Ans Goethehaus auf dem Areal des Heimatvereins "Schweizerhaus" waren die Seelower schon ab Sonnabend Nachmittag eingeladen. "Dann können die Besucher noch bei Tageslicht die neue, freie Sichtachse aufs alte Transformatorenhaus auf sich wirken lassen", meinte Marion Krüger. Die Heimatvereins-Vorsitzende freute sich über die erneut gelungene Zusammenarbeit mit der Seelower Feuerwehr für die Aktion. Mädchen und Jungen aus der Jugendfeuerwehr hatten an den vergangenen Wochenenden etwa 200 abgetakelte Weihnachtsbäume in der Stadt eingesammelt und fütterten damit, gemeinsam mit den "Großen" der Wehr, das Feuer.
Wie in Seelow hatten auch in den anderen Feuer-Orten die Veranstalter für Getränke und einen Imbiss gesorgt. In Libbenichen wartete Feuerwehr-Chefkoch Udo Busch unter anderem mit einer "Wintersuppe" auf. Die Gulaschsuppe habe einen besonderen, "scharfen Abgang", verriet der Koch, der sich nun - wie die gesamte Ortswehr - auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr vorbereitet.
Denn die Freiwillige Feuerwehr Libbenichen feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Jubiläumsfeier vom 8. bis 10. Juni soll die Ortswehr auch Ausrichter des diesjährigen Kreis-Feuerwehrtages sein, berichtete Ortswehrführer Fred Jakob stolz. Den Zuschlag erhielten die Libbenichener in der vorigen Woche. Am Sonntag haben die 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihr Training wieder aufgenommen, um im Jubiläumsjahr besonders fit zu sein.
Sportlich ging es am Sonnabend Abend auch am Rande des Podelziger Weihnachtsbaumfeuers auf der Festwiese zu. Mitglieder des Jugendfeuerwehr betreuten dort den Wettbewerb im Weihnachtsbaum-Weitwurf. Den gab es in drei Altersgruppen - bis 6, bis 16 Jahre und darüber. Nicht selten wurden Weiten von mehr als sieben Metern erzielt.
Für die Kinder des Dorfes hatten die Feuerwehrleute um Ortswehrführer Maik Jahn noch einen Fackelumzug ums Festgelände organisiert. Nach einem Wunsch für 2012 befragt, sagte Maik Jahn: Er hoffe, dass die Unstimmigkeiten zwischen der Ortsfeuerwehr und der Gemeindevertretung endlich beigelegt werden können.
In Jahnsfelde hatten sich die Mannen der Ortsfeuerwehr um Wehrführer Wolfgang Stenzel erneut mit dem Schlossparkverein zur Organisation des Treffs am Feuer zu Jahresbeginn zusammengetan. Beim Blick auf den Berg an Tannen, Fichten, Kiefern und Co. seufzte der Wehrführer: "Wir verbrennen hier ein Vermögen!"

Quelle: Märkische Oderzeitung