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Hartmut Sommer erklärt

Tusch für eine sehr sportliche Hundertjährige

Von Doris Steinkraus
Trebnitz (MOZ) In den Reigen der Jubiläumsfeiern haben sich am Wochenende auch die Mitglieder der Trebnitzer Feuerwehr eingereiht. Sie feierten das 100-jährige Bestehen ihrer Wehr. Im Mittelpunkt stand der Dank für engagiertes ehrenamtliche Arbeiten zum Wohle anderer.

 

Manch ein jüngeres Feuerwehrmitglied mochte innerlich schmunzeln, als Heinz Tornow erzählte, wie es noch vor 50 Jahren mit der Wehr bestellt war. Von 1965 bis 1990 leitete er die Trebnitzer Blauröcke. Der 81-Jährige erinnerte an das Schicksalsjahr 1945, als die Wehr faktisch vor dem Nichts stand. Georg Rumsfeld war 1947 der Mann der ersten Stunde. Mit Eimerketten versuchte man z.B., 1948 einen Brand auf einem Neubauernhof zu löschen.
Die ersten Jahre nach der Wende waren nicht minder schwierig, wie der heutige Wehrführer Henry Elsner bekannte. Ein Plus sei immer die gute Jugendarbeit gewesen. Viele wechselten in den letzten Jahren in die aktive Wehr, sichern bis heute den Bestand. 1998 bekamen die Trebnitzer ein neues Sattelfahrzeug. Ein Jahr später begann der Umbau des Feuerwehrgerätehauses, das 2000 bezogen wurde. Die Gemeinde, das Amt und heute die Stadt würden die Arbeit immer unterstützten, resümierte der Wehrführer. 2002 habe man den B 1000 gegen einen Mercedes-Bus tauschen können.
Nach wie vor werde der Feuerwehrsport groß geschrieben. "Wir messen uns mit Teams, die sogar zur Feuerwehr-Olympiade fahren", so Elsner. Zweimal sei es schon gelungen, den großen Konkurrenten Buckow zu besiegen. Die guten Ergebnisse der Jugendwehr stimmten optimistisch, dass man diese Tradition erfolgreich fortsetzen werde.
Kreisbrandmeister Willi Rossow hob besonders die langjährige gute Jugendarbeit hervor. Seit 41 Jahren wird sie in Trebnitz gepflegt. Namens der Stadtwehrführung unterstrich Jugendwart André Strehmann, dass man die ehrenamtliche Arbeit der Frauen und Männer nicht hoch genug würdigen könne. Den Trebnitzern sei es auch zu danken, dass jährlich gut organisierte Stadtpokalläufe stattfinden.

v.l. Klaus Zehm, Anke Budack

Münchebergs Bürgermeister Klaus Zehm zeichnete anlässlich des Jubiläums Anke Budack und André Heller mit der Ehrennadel des Stadtwehrverbandes in Silber aus. Der Beigeordnete Rainer Schinkel würdigte namens des Landrates 100 Jahre ehrenamtliches Wirken zum Wohle anderer. Gerade im zurückliegenden Sommer mit seinen vielen Feldbränden sei deutlich geworden, welchen Stellenwert die Feuerwehren haben. Schinkel dankte auch den Angehörigen und Arbeitgebern für ihr Verständnis.

 

Nach der großen Festsitzung am Freitagabend in der Gaststätte "Zur Ostbahn" wurde am Sonnabend mit vielen Gästen im Ort gefeiert. Umzug und Ehrenappell am Vormittag folgten bis tief in die Nacht Spaß und Unterhaltung für jedermann.
l Vor 100 Jahren bildeten Bauern und Gutsarbeiter die Trebnitzer Feuerwehr. Die Handdruckspritze stand bei Bäckermeister Kapuschinski. Willi Kietzer leitete Ende der 20er Jahre die Wehr.
l 1935 bekamen die Trebnitzer ihre erste Motorspritze. Schon damals gab es den Wirkungsbereich, zu denen die Wehren Wulkow, Trebnitz und Hermersdorf gehörten. Die Spritze stand beim Schmied in Wulkow.
l 1947 baute Georg Rumsfeld die Wehr neu auf. Ihm folgten bis 1959 Willi Bock, dann Fritz Irrgang und ab 1965 Heinz Tornow als Wehrleiter. 1990 trat Henry Elsner die Nachfolge an.
l Die Wehr hat große Sporttraditionen, wurde mehrmals Kreismeister, war bei Bezirks- und DDR-Meisterschaften dabei. 2006 wurde die Jugendwehr Landesmeister.

Montag, 01. September 2008 (07:16)

Mit freundlicher Genehmigung von: Märkische Oderzeitung
Link zur Lokalredaktion Seelow: http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/seelow

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