MOBILE BRANDSIMULATION

Für den 1. April 2006 ist eine Mobile Brandsimulationsanlage für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren der Stadt Müncheberg geordert.

FIRETRAINER 112

Für Samstag war von der Stadt Müncheberg als Träger des Brandschutzes der Firetrainer112 geordert.
Eine Investition in die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Nirgends woanders kann der Ernstfall so realistisch geprobt werden.

 

GEHEIMNIS IM INNERN

Bereits am Freitag gab es eine Einweisung und Belehrung für die 74 Atemschutzgeräteträger und Gruppenführer der Feuerwehren der Stadt Müncheberg. Stadtwehrführer Harald Mehls und Frau Katschmarek erklärten den Ablauf, damit am folgenden Tag eine optimale Auslastung der Anlage sichergestellt ist. Jürgen aus Burgstädt verriet kaum etwas über seinen Sattelzug, auf dem der Übungscontainer montiert ist. Denn kommt es zu einem Brandeinsatz weiß auch niemand was einen alles erwarten kann. Nur für die Gruppenführer, die als Beobachter mit in den Leitstand durften, gab es eine Besichtigung der Anlage im Vorfeld.

Auf einer Trainingsfläche von ca. 42 m² galt es bei 5 computergesteuerten Brandstellen inkl. einer Flash- Over- Simulation sich richtig zu verhalten.
Eine ständige optische und akustische Überwachung der Trainierenden mit Hilfe von aktiven Gasmesssensoren, der Temperaturüberwachung und Not-Aus-Taster gibt die nötige Sicherheit bei der Ausbildung.
Aber bevor es in den Container ging, wurde eine Blutdruckkontrolle von den Rettungssanitätern der Müncheberger Rettungswache durchgeführt. Zwei Kameraden waren dafür den ganzen Samstag vor Ort.
Der Nachschub an Druckluftflaschen wurde von den Kameraden aus Vogelsdorf sichergestellt.


RÜCKZUGSWEG IN FLAMMEN

Nun zum Einsatz: Bevor der Einsatzbefehl gegeben wurde, wurde kontrolliert ob die Schutzausrüstung richtig angelegt war. Dann gab es den Einsatzbefehl. Bevor sich die Tür zum Leitstand verschloss, wurde schon der Trupp auf dem Dach beobachtet. Öffnet er die Kellertür aus der Deckung? Die Kellertreppe stand Lichterloh in Brand. Die Flammen und der heiße Wasserdampf steigen nach oben. Ist nun die Schutzausrüstung nicht korrekt angelegt kann es unerträglich werden. Immer wieder schlagen die Flammen hoch. Beim dritten Versuch ist es gelungen den Brand zu löschen. Eigentlich sollte der Keller rückwärts betreten werden. Durchdringend schreit jemand um Hilfe. Plötzlich stehen hinter einer Ecke zwei Gasflaschen in Brand. Wie verhält sich der Trupp? Bleibt er zusammen, ist ausreichend Schlaureserve vorhanden, klappt die Kommunikation untereinander?
Der Stress bei dem gerade eingesetzten Trupp steigt an. Noch während die Gasflaschen gekühlt werden beginnt die Kellertreppe erneut zu brennen. Nicht sofort reagiert der Trupp darauf. Der einzige Rückzugsweg ist in Brand. Erst später reagiert der Trupp darauf. Im Leitstand kann das genau beobachtet werden und jeder Schritt und jeder Handgriff wird protokolliert, um anschließend ausgewertet zu werden.

 

GEFAHR AM HERD

Nach dem die Flaschen ausreichend gekühlt und abgedreht waren loderten schon die Flammen im zweiten Raum. Wird nun die Tür schnell geöffnet kann es zur Durchzündung, den so genannten „Flash-Over“ kommen.
Ursache dafür ist die Zufuhr von Sauerstoff in den Raum, wo ein Sesselbrand simuliert wird. Eine Lagemeldung wird abgefragt. Der Trupp ist beschäftigt und reagiert es spät auf die Anfrage der Einsatzleitung.
Fast geschafft, wäre da nicht noch der Küchenbrand. Ein Fettbrand gilt es mit der richtigen Löschtechnik zu bekämpfen. Wasser wäre ein fataler Fehler. Besteht der Trupp die letzte Bewährungsprobe?
In der Aufregung fällt dem Truppman der einzige Deckel der Pfanne aus der Hand. Hinter dem Herd eingeklemmt, kommt dort niemand mehr ran. Die Flammen lodern weiter. Das Strahlrohr ist geschlossen. Kommt es jetzt zu Fettexplosion unter Einsatz von Wasser. Nein, der Trupp kennt die Gefahr und versucht weiter an den Deckel zu gelangen. Vergebens vom Leitstand zu beobachten. Es wird der Befehl zum Rückzug übers Dach gegeben. Auch das Verhalten beim Rückzug ist eine Bemerkung bei der anschließenden Auswertung wert.

 

Zurück

Weiter

BÜRGERMEISTER DABEI

Auch der Bürgermeister der Stadt Müncheberg, Klaus Zehm und Herr Eichler, Fachbereichsleiter Bürgerdienste sind auf dem Platz und machen sich ein Bild von dem auffälligen Truck am Wasserturm.
Der nächste Trupp, der über den Zeitraum als Sicherungstrupp bereit stand, macht sich nun fertig. In der Zwischenzeit bereitet Jürgen den Container entsprechend vor. Der nächste Einsatz beginnt gleich. Aber der Verlauf ist ein ganz anderer. Das wird auch im anschließenden Resümee der schon eingesetzten Trupps deutlich. Die Übung ist der Wirklichkeit sehr nah, hört man von den erfahrenen Kameraden. Für Daniel, der erst im Februar seine Ausbildung zum PA- Träger absolviert hat, eine Erfahrung die sich gelohnt hat.

Wolfgang Stenzel
OWF-Jahnsfelde